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Inszenierungen – Perlen der Scham

Damit habe ich nichts zu tun – Perlen der Scham

Stückentwicklung mit Kolleginnen zum Thema Scham
Oktober 2016 – September 2017, Projektarbeit im TheaterLabor

Scham ist ein universelles Gefühl, aber die Botschaften und Erwartungen, die Scham erzeugen, sind geschlechtsspezifisch. Uns interessierte der weibliche Blick auf das Thema  und wie Beschämung zur Unterdrückung und Manipulation eingesetzt wird. Die Performerinnen hatten durch ihren beruflichen Hintergrund Bezug zu gesellschaftlichen Gruppen, denen häufig Beschämung widerfährt: Angehörige psychisch kranker Menschen oder von Armut und Arbeitslosigkeit Betroffenen, Feministinnen mit Gewalterfahrung, Pädagoginnen von Förderschüler*innen. Am Ende teilte das Publikum seine Geheimnisse, denn wir alle haben Erfahrungen mit struktureller Gewalt durch Beschämung. Nie war es so unterhaltsam und lustig, sich mit diesem schmerzhaften Thema zu beschäftigen.

Aufführungen am 14. Januar, 17. Juni und 08.-10. September 2017 im ACUD-Theater Berlin.

Wie fühlt es sich an, wenn Du deine Lieblingsgeschichte über dich selbst erzählst und alle betreten schweigen? Was hast Du noch nie jemandem erzählt? Was musst Du tun, um nicht mehr dazuzugehören? Hast Du das schon getan und hältst es geheim? Bist Du etwa gerade rot geworden? – Was hat Beschämung mit Macht zu tun? Brauchen wir noch den Feminismus? Wie hängen Beschämung und Politik zusammen?

Fünf Expertinnen kämpfen sich durch Schwaden der Scham und teilen Unsägliches mit dem Publikum.

Das Thema: … puh
Die Produktion : quick and dirty
Die Spielerinnen: wissen, wovon sie reden.

 

 

 

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Der kollektive Prozess

Mich berühren die Themen und Anliegen der Beteiligten. Mich fesseln Inszenierungen, die einen Dialog mit dem Publikum suchen. Wir stehen auf der Bühne, um in Resonanz zu gehen und das Herz des Publikums zu berühren.