Stückentwicklung

Stückentwicklung

Seit 1984 arbeite ich als Theatermacherin in Berlin und tauchte ein in die wilden 80er in Westberlin. In den 90er Jahren mit Studium und Elternarbeit beschäftigt, vertiefte ich Anfang der 2000er meine künstlerische Praxis durch eine Weiterbildung zur Theaterpädagogin BuT®

In den letzten 20 Jahren habe ich über 40 Stückentwicklungen konzipiert und auf die Bühne gebracht. Auf dieser Seite werden die Arbeiten mit Erwachsenen vorgestellt.

Einige der Arbeiten sind als freie Projektarbeiten unter meiner Leitung und Regie entstanden. Ausgangspunkt der Arbeiten ist ein Thema, ein Text, eine Fragestellung. Zum Beispiel: „Wenn ich nie nach Moskau komme, habe ich dann mein Leben nicht gelebt?“ „Wie funktioniert Beschämung in unserer Gesellschaft?“ Für diese Recherche arbeite ich mit erfahrenen Performer*innen und Alltagsexpert*innen. Hier gehe ich meiner Leidenschaft „Harte Themen mit Humor“ nach.

  • Damit hab ich nichts zu tun – Perlen der Scham 2017
  • X-Prinzessinnen – Wut, Witz, Wahnsinn! 2015
  • 9 Frauen – drei Schwestern 2012/2013
  • In Indien zum Beispiel 2006
  • Zurück-bleiben bitte! 2003
  • Bagatellen 2003

Einige Arbeiten wurden mit Gruppen der Grundlagenbildung Theaterpädagogik BuT® entwickelt. (9-18 Teilnehmende pro Gruppe unterschiedlichen Alters zwischen 24 – 60 Jahren).

Bei diesen Inszenierungen werden die Themen der Gruppe aufgegriffen, in einen gesellschaftspolitischen Bezug gesetzt sowie Vielfalt und Vielstimmigkeit hör- und erlebbar gemacht.

  • Zusammenkommen – Aber Wie!? 2021
  • Was ist denn so wichtig? 2019
  • Beziehungsweise überleben 2017
  • Einige von uns 2016
  • Die Erbschaft 2010
  • Kopf hoch – Frust raus 2009
  • Schattengefühle weiblich 9.0 – Eine Odyssee 2008
  • brain-machine 2008
  • Die Nacht in Herzsprung 2006
  • Gate17 – delay 2004

An einigen Stücken war ich als Performerin beteiligt und hab mich in den jeweiligen Künstler*innenkollektiven dramaturgisch eingebracht

  • Coronagrafien, 2021
  • Neues Normal, 2020
  • Wissenschaft trifft Tanz, Tanz trifft Wissenschaft 2012
  • Objektionen – Die Liebe zum Objekt 2008

Besondere Freude hat mir 2017 die Inszenierung des Pop-Musicals „Hagar die Fremde“ gemacht, insbesondere das Feedback eines über 70jährigen Chor-Teilnehmers, der mir sagte: „Ich habe schon viel erlebt und Vieles gesehen, Gutes und Schlimmes. Mit Theater habe ich keine Erfahrung. Das, was ihr hier mit uns in den letzten zwei Wochen gemacht habt gehört zu meinen schönsten Erlebnissen.“ Das hat mich sehr berührt.

Theaterpädagogik Berlin: Stücke entwickeln
Stückentwicklung: Die Erbschaft 2009
Theaterworkshop: Themen sammeln

Vom Thema zur Inszenierung


Meine ersten Erfahrungen mit Stückentwicklungen sammelte ich Mitte der achtziger Jahre beim Theater Zentrifuge, eine der ältesten freien Gruppen in Westberlin, die vom Berliner Senat regelmäßig Förderungen für ihre Produktionen erhielt. Orientiert am devising theatre und dem bildhaften Theater von Ariane Mnouchkine beschäftigten wir uns in einem Frauenensemble, das sich aus Profis und Amateurinnen zusammensetzte, mit frauenpolitischen Fragen und brachten unsere Stücke am Theater am Ufer (heute HAU) zur Aufführung.
*** Devising theatre?